GERD HAGEDORN

  

CHRISTENVERFOLGUNG,

DISKRIMINIERUNG UND DIFFAMIERUNG VON CHRISTEN

             HEUTE MEHR DENN JE           


"Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen" (Joh 15,20 b).

Weltkarte der Länder, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt, unterdrückt oder bedroht werden. Nicht gekennzeichnet sind die zahllosen Länder (des Westens vor allem!), in denen die Christen wegen ihres Glaubens und ihrer Moral bekämpft, beschimpft, diskriminiert und benachteiligt werden [GH]. Der bei weitem größte Teil von ihnen sind die Katholiken. (Quelle: Kirchenzeitung Köln vom 13.04.2012, S. 4).

Oremus pro iis

et eorum persecutoribus

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Ein in Stein geritztes heidnisches Spottkreuz auf dem Palatin in Rom aus der Zeit um 200 n. Chr. zeigt  einen Esel am Kreuz und einen Mann davor mit erhobener Hand. Dazu die griechische Inschrift:         "Alexamenos betet [seinen] Gott an." Dieser singuläre Fund ist geradezu eine Erläuterung zu 1 Kor 1,18-25: "Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren- gehen, Torheit; uns aber ... ist es Gottes Kraft ...                  Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit ..."  -  oder eben: eine Eselei! Der Anfang des christlichen Glaubens und des  Martyriums!!

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Aus  der  Erfahrung  der  Alten  Kirche haben wir dieses Wort:

"SANGUIS MARTYRUM - SEMEN CHRISTIANORUM"  -

"DAS BLUT DER MÄRTYRER IST DER SAME FÜR [NEUE] CHRISTEN"

(Tertullian: Apologeticum 50,13; verfasst im Jahre 197 n.Chr.).
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Zum Christentum  -  und je authentischer es gelebt wird, desto mehr! - gehören  Verfolgung und  Diskriminierung mit Worten und Taten So ist es den Christen ergangen schon seit Beginn der Kirche. Jesus hatte es vorhergesagt: Joh 15,20b und an vielen anderen Stellen des Neuen Testaments. Die ersten Berichte von Christenverfolgungen und -mord finden sich bereits in der Apostelgeschichte: Verfolgung der Apostel, der Jerusalemer Urkirche (Apg 8,1b), des Diakons und Erzmärtyrers Stephanus (Apg. 6,8-8,1a) zuerst durch Juden (Hoher Rat, Saulus ...), dann durch die Römer und so fort bis zu den Mitbürgern unserer Tage. Aktuelle Beispiele dafür finden Sie auf den Seiten des Untermenüs, nach Kalenderjahren chronologisch verzeichnet. Das tägliche Los der Verfolgten darf nicht in Vergessenheit geraten. - Die Täter sind auch unter uns. Lasst uns also beten für die Täter und für ihre Opfer!

ICH ABER SAGE EUCH:
LIEBT EURE FEINDE UND BETET FÜR DIE, DIE EUCH VERFOLGEN ... (Mt 5,44).

 
 
  Jährlich eskalierende     Christenverfolgungen:  
 
 
Öffnen Sie bitte die Jahre, die Sie interessieren.
An dieser Stelle hier nur einige grundsätzliche Beiträge:
   
15.04.2016  Italien:
Am 29. April wird sich der Trevi-Brunnen, einer der emblematischen Orte Roms und weltberühmte Touristenattraktion, zu Ehren von christlichen Märtyrern rot färben.
Diese Mahnaktion wird von "Kirche in Not" in Italien organisiert und zielt darauf ab, „Aufmerksamkeit für das Drama der Christenverfolgung zu gewinnen“. In einer Mitteilung, die auf ihrer Website veröffentlicht wurde, teilt Kirche in Not mit, dass sie mit dieser Initiative „hofft, Vorreiter zu sein, mit dem Ziel, dass die Verfolgten des 21. Jahrhunderts baldmöglichst die Religionsfreiheit wieder- erlangen“ Die systematische Verletzung des Rechts auf Religionsfreiheit, vor allem der Christen, müsse ein zentrales Thema im öffentlichen Diskurs werden, so die Organisatoren. An der Veranstaltung werden Antoine Audo, chaldäischer Bischof von Aleppo (Syrien) und Kardinal Mauro Piacenza, internationaler Präsident von Kirche in Not teilnehmen. (cna) NL Radio Vatikan, 15.04.2016).

30.06.2014  Papst: „Noch nie so viele Märtyrer in der Kirchengeschichte“
Papst Franziskus ist beunruhigt über die hohe Zahl verfolgter und getöteter Christen in vielen Teilen der Welt. Das sagte er bei seiner Frühmesse im Vatikan am Gedenktag der römischen Protomärtyrer. Ob Christen nun brutal getötet oder „auf sozusagen elegante Weise, mit weißen Handschuhen vertrieben“ würden – in beiden Fällen handle es sich um Christenverfolgung. „Noch nie in der Kirchengeschichte gab es so viele Märtyrer“, sagte der Papst. (rv) (NL Radio Vatikan, 30.06.2014). 
 
20.06.2014  Vatikan: Christenverfolgung ist derzeit die größte Sorge der Kirche. Das betonte der Papst an diesem Freitagmittag bei einem Treffen mit den Teilnehmern einer internationalen Konferenz über Religionsfreiheit. Die Audienz im Vatikan stand im Zeichen der Verfolgung von Christen in vielen Teilen der Welt. Der Papst sagte, dass die Gewalt gegen Christen in der heutigen Zeit schlimmer sei als zu Zeiten der Urchristen, die in der Antike von den Römern verfolgt wurden. Es sei unlogisch, dass es in einer Epoche wie der heutigen, die von der Globalisierung und von wissenschaftlichen und technologischen Fortschritten gekennzeichnet sei, dennoch Christenverfolgung gebe, so der Papst. (rv/agi) (NL Radio Vatikan, 20.06.2014). 
    
18.12.2012  Deutschland:
Mit einem „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“ am 26. Dezember will die Deutsche Bischofskonferenz künftig einmal im Jahr auf die besondere Situation Betroffener aufmerksam machen.
Nach dem Beschluss der Bischöfe im vergangenen Juni soll in dem Gottesdienst am zweiten Weihnachtstag die Verbundenheit mit verfolgten Mitchristen zum Ausdruck gebracht werden, wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung heißt. Der Gebetstag knüpft an den „Gebetstag für die verfolgte Kirche“ an, der bis 1994 in Deutschland begangen wurde. (pm) (NL Radio Vatikan, 18.12.2012).
   
03.03.2012  Vatikan/UNO: Religionsfreiheit zunehmend in Gefahr
Jeder vierte Mensch auf der Welt wird an der freien Ausübung seiner Religion gehindert: in absoluten Zahlen sind es nach vatikanischen Angaben mehr als 2,2 Milliarden Menschen. Dabei handle es sich um einen steigenden Trend, sagte der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, vor dem UN-Menschenrechtsrat. Auch hätten Terrorakte gegen Christen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten stark zugenommen. Ihre Zahl habe sich in sieben Jahren verdreifacht. Gleichzeitig warnt der päpstliche Diplomat im Gespräch mit Radio Vatikan davor, den abnehmenden Grad der Religionsfreiheit in der westlichen Welt aus dem Blick zu verlieren. Christen, sein Fazit, werden im öffentlichen Leben der säkularisierten Länder zunehmend an den Rand gedrängt. Strategien der Bewusstmachung dieses Phäonems müssen an vielen Ecken ansetzen, sagt Erzbischof Tomasi: Bei der Schulbildung und bei den Medien in erster Linie. (rv)(NL Radio Vatikan, 03.03.2012). 
 
07.09.2011  Europa für Christus:                          OSZE-Parlamentsversammlung drängt Staaten, gegen Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen im Westen vorzugehen.

Am 11. Juli 2011 hat die Parlamentsversammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen „in ihren verschiedenen Formen, sowohl in den östlichen als auch den westlichen Ländern der OSZE“ verurteilt (die OSZE hat 56 Mitgliedsstaaten aus Europa, Zentralasiens und Nordamerika, eine Liste unter http://www.osce.org/who/83). -
Die Versammlung empfiehlt weiterhin,
- eine „öffentliche Debatte zu Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen anzustoßen und das Recht von Christen zur uneingeschränkten Teilnahme am öffentlichen Leben zu garantieren“;
- „dass angesichts der Diskriminierung und Intoleranz gegenüber Christen die Gesetzgebung in den Mitgliedsstaaten evaluiert wird – einschließlich Arbeitsrecht, Gleichstellungsrecht, Gesetzen zur Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie Gesetzen in Bezug auf religiöse Gemeinschaften und das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen“. -
Die Versammlung „ruft die Medien dazu auf, keine Vorurteile gegen Kirchen zu verbreiten und gegen negative Stereotype vorzugehen“
und „ruft die christlichen Kirchen dazu auf, ihre Teilnahme am öffentlichen Leben fortzuführen, die zum Schutz der Würde aller Menschen und zu Freiheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt beiträgt“. -
Die Klarheit dieses Dokuments ist bemerkenswert – besonders in Anbetracht der Tatsache, dass nicht einmal allen Christen die Entwicklungen bezüglich der Diskriminierung voll bewusst sind und wie sich diese Entwicklungen, besonders bei der Gesetzgebung, auf sie auswirken werden.
Die Parlamentsversammlung hat die Regierungen dazu aufgefordert, sicherzustellen, dass christliche Positionen nicht aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen werden und dass die nationale Gesetzgebung nicht gegen Menschenrechte verstößt.
Ein Beispiel ist das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen: ein Arzt, eine Krankenschwester oder auch ein Krankenhaus dürfen nicht dazu gezwungen werden, etwa Abtreibung oder Euthanasie anzubieten. Auch das Recht eines Apothekers, der die Pille danach nicht verkaufen möchte, ist durch dieses Menschenrecht garantiert.
Die Parlamentsversammlung fordert die Medien zu mehr Selbstreflexion auf, wo es um den Umgang mit Christen geht. Und mal ehrlich – wann habt ihr zuletzt einen freundlichen, intelligenten und andächtigen Christen in einer Sitcom gesehen? Jede andere Bevölkerungsgruppe ist dort aber irgendwie repräsentiert.
Letzten Endes sagt die Parlamentsversammlung genau das, was die Initiative „Europa für Christus“ schon seit Jahren sagt: Erhebt öffentlich die Stimme für den Schutz der Schwächsten – ohne Furcht und unbeschämt. -
Wenn diesem Aufruf nun nicht genügend Beachtung geschenkt wird, solange er von Christen kommt, dann lasst ihn umso stärker Resonanz finden, wenn er nun von der Parlamentsversammlung der größten Menschenrechtsorganisation ausgeht, welche die meisten Regierungen der westlichen Hemisphäre einschließt.
Die Parlamentsversammlung der OSZE hat eine dankenswerte Aufmerksamkeit gegenüber einem wachsenden Phänomen gezeigt, für das vielerorts das Bewusstsein fehlt. Es liegt nun an jedem Christen in Europa und an den Mitgliedsstaaten, diesen dringenden Aufruf ernst zu nehmen.
Vielen Dank für Euer Gebet für ein christliches Europa!
Euer „Europa für Christus“-Team!
Vollständiger Text der Resolution in Englisch. (Europa für Christus, 07.09.2011).
    
16.08.2011  Religionsfreiheit: Christenverfolgung nimmt zu.
Religionsfreiheit ist eines der Grundprobleme der heutigen Welt, und gleichzeitig eines, von dem sehr wenig die Rede ist. Ein Drittel der Weltbevölkerung genießt keine Religionsfreiheit. Der Befund ist nicht neu, wurde aber soeben wieder von dem Bericht eines US-amerikanischen Forschungsinstituts bestätigt, dem Pew Research Center´s Forum on Religion and Public Life.
Papst Benedikt XVI. hebt das Thema Religionsfreiheit zunehmend ins öffentliche Bewusstsein. Er stellte es ins Zentrum seiner Überlegungen beim diesjährigen Welttag des Friedens und wird wohl auch beim bevorstehenden Friedenstreffen in Assisi im Oktober über Religionsfreiheit sprechen – vor hochrangigen Vertretern von Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus und anderer Glaubensrichtungen. -
Was den Vatikan beunruhigt, ist die steigende Zahl der verfolgten Christen in Ländern, in denen sie in der Minderheit sind.
„Es ist zwar richtig, dass auch andere religiöse Minderheiten verfolgt werden“, sagt dazu Massimo Introvigne, OSZE-Beauftragter im Kampf gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. „Aber im 20. und 21. Jahrhundert sind drei Viertel der Todesopfer wegen religiöser Verfolgung Christen.“
Werden Christen aufgrund ihrer Religion ermordet, geht das so gut wie immer auf das Konto totalitärer Regimes oder Fundamentalisten anderer Religionen. Anders bei den Muslimen, die zweithäufigste wegen ihrer Religion verfolgte Gruppe.
„Muslime werden zwar in einigen Fällen von Angehörigen anderer Religionen ermordet, so in Indien von Hindu-Fundamentalisten. Aber die meisten Toten unter den Muslimen finden sich bei Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten, also bei Kämpfen zwischen Muslimen selbst.“ -
Introvigne zitiert einen Fachmann für das Thema Religionsverfolgung, den US-Amerikaner David Barrett, der an der evangelikalen „Regent University“ Missionswissenschaften lehrt und der Fachmann schlechthin für religionswissenschaftliche Statistik ist.
„Barrett zufolge gab es seit Jesus Christus bis zum Jahr 2000 rund 70 Millionen christliche Märtyrer. Allerdings: von diesen 70 Millionen erlitten 45 Millionen ihr Martyrium allein im 20. Jahrhundert. Und im 21. Jahrhundert, in den ersten zehn Jahren, starben 160.000 Christen pro Jahr aufgrund ihrer Religion. Das scheint sich nun glücklicherweise auf etwa 100.000 pro Jahr zu verringern. Denn mancherorts mildert sich die Lage der Christenverfolgung, etwa im Sudan. Dennoch bleiben die Zahlen hoch.“ (Radio Vatikan, 16.08.2011 gs).
     
02.10.2010  „Christen sind die größte religiöse Gruppe, die wegen ihres Glaubens verfolgt wird“ – COMECE-Konferenz fordert aktives Eingreifen Europas
(Brüssel) „Verfolgung aus religiösen Gründen gibt es auch heute noch in aller Welt. 75% der Todesfälle im Zusammenhang mit Verbrechen, die vor religiösem Hintergrund begangen werden, betreffen Christen. Jedes Jahr werden 170.000 Christen wegen ihres Glaubens verfolgt“.
Aus diesem Grund veranstaltet die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) am 5. Oktober in Brüssel (Belgien) eine Konferenz zum Thema Christenverfolgung. Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, wird die Konferenz in Zusammenarbeit mit verschiedenen parlamentarischen Gruppen des Europäischen Parlaments und mit Unterstützung des Hilfswerks Kirche in Not und der Nichtregierungsorganisation Open Doors International veranstaltet.
„Insgesamt werden rund 100 Millionen Gläubige wegen ihres Glaubens diskriminiert, was bedeutet, dass die christliche Glaubensgemeinschaft die größte Gruppe ist, die unter Verfolgung aus religiösen Gründen leidet.“ In diesem Sinne fordern die COMECE und ihre Partner: „Europa darf nicht passiv bleiben! Die Europäische Union muss sich der eigenen Mitverantwortlichkeit beim Schutz der Religionsfreiheit in aller Welt stellen“.
Im Rahmen der Konferenz wird die COMECE auch ihren Bericht zur Religionsfreiheit vorstellten, der auch eine Reihe von Empfehlungen für die Institutionen der Europäischen Union enthält. Auf der Rednerliste stehen unter anderen: Bischof Eduard Hilboro Kussala von Tomura-Yambio (Südsudan) und der chaldäische Bischof von Kirkuk (Irak), Louis Sako. (Fides) (NL Radio Vatikan, 02.10.2010).
 
13.06.2010  Deutschland: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu mehr Einsatz für die Religionsfreiheit aufgerufen.                                   Auch die Bundesregierung werde die Verfolgung von christlichen Minderheiten in zahlreichen Ländern stärker zum Thema machen als bisher. Das sagte die Kanzlerin am Freitag auf der Bundestagung des Evangelischen Arbeitskreises der Union. Weltweit könnten rund 200 Millionen Christen verschiedener Konfessionen ihren Glauben nicht frei ausüben. Wer sich für die Religionsfreiheit einsetze, setze sich für die Menschenrechte ein. Diese gründeten sich auf das christliche Menschenbild, sagte Merkel. Auch in der gegenwärtigen ökonomischen Krise müsse man über den Tellerrand schauen und denen helfen, die ihrer Rechte beraubt würden. (pm/diverse) (NL Radio Vatikan, 12.06.2010).
 
21.11.2009  Wien:  Experten warnen - 80 Prozent religiös Verfolgter sind Christen
80 Prozent aller Menschen, die wegen ihrer Religionszugehörigkeit verfolgt werden, sind Christen. So lautete das Fazit verschiedener Experten bei einer Tagung der Politischen Akademie der ÖVP in Wien. Werner Frühwirt, österreichische Generalsekretär der Organisation „Christian Solidarity International“ (CSI), führt aus:
„Allein im Jahr 2008 sind circa 175.000 Christen auch aufgrund ihres Glaubens umgebracht worden. In über 50 Ländern herrscht Christenverfolgung. Das heißt, man sieht hier sehr stark, dass Glaubensverfolgung vor allem Christenverfolgung ist.“-
Das Hilfswerk „Kirche in Not“ schilderte die Situation der christlichen Minderheiten im Irak, Iran und Saudi Arabien als dramatisch. Im Irak kämen die Kirchen im Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten unter die Räder, sagte Kirche-in-Not-Mitarbeiter, Herbert Rechberger. Auch im Iran würden die Christen „ghettoisiert“. Noch schlimmer stehe es um die Religionsfreiheit in Saudi Arabien.
Rechberger: „König Abdullah erlaubt zwar Gebetsversammlungen, aber jede nicht muslimische Religionsausübung in der Öffentlichkeit wird von der Religionspolizei brutal verfolgt. Christliche Mission ist verboten. In den Gemeinden wird das Christentum auf Sparflamme gelebt, weile jede Ausübung gefährlich ist. Selbst die Geistlichen vor Ort lehnen Konversionen ab, weil das die Konversionswilligen und deren Familien gefährdet.“-
Der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos in Österreich, Emanuel Aydin, stellte die Unterdrückung der Christen im Tur Abdin im Südosten der Türkei an den Pranger. Über Jahrzehnte hinweg seien Christen dort Opfer von Repressalien gewesen:
„Deswegen verließen Tausende ihre Heimat. Wo einst hunderttausende Christen lebten, gibt es heute nur noch 2000. Seit den sechziger Jahren wanderten sie nach Westen aus.“-
Gar als „kulturellen Genozid" beschrieb P. Athananasios Henein die Lage der Kopten in Ägypten. Für diese sei Diskriminierung und die Einschränkung ihrer intellektuellen Freiheit Normalzustand:
„Wir haben uns fast daran gewöhnt, unsere Kirchen brennen zu sehen, dass unsere Frauen gekidnappt und zum Übertritt zum Islam gezwungen werden, dass unser Besitz beschlagnahmt wird und der jungen Generation der Kopten nicht dieselben Bildungschancen zustehen.“ (kap) (NL Radio Vatikan, 21.11.2009).
 
29.08.2008 Vatikan:                                                 Antichristliche Einstellung erregt Besorgnis 
Der Heilige Stuhl ist besorgt über die weltweit anwachsende Feindseligkeit gegenüber den Christen. „In vielen Ländern der Erde sind Christen Opfer von Vorurteilen und Intoleranz”, sagte der Sekretär für die Beziehungen des Heiligen Stuhls zu den Staaten, Erzbischof Dominique Mamberti. Der vatikanische „Außenminister” sprach beim sogenannten „Rimini-Meeting” über die Bedeutung der Religionsfreiheit. An Vorfällen, wie sie sich derzeit in Indien ereigneten, könne man erkennen, dass Christen auf der ganzen Welt sich mit ernsten Problemen auseinandersetzen müssten, so Mamberti:
„Zunächst gibt es viele Fehlinformationen über die Christen und ihren Glauben, vor allem in den Medien. Zudem sehen sich Christen in vielen Ländern durch Gesetzgebung oder Verwaltung diskriminiert. Und schließlich: Gewalt und Verfolgung. Wie man sieht, hat die Diskriminierung der Christen ihre Ursachen oftmals nicht nur auf religiösem Gebiet. Es spielen auch menschliche Konflikte eine Rolle, ebenso wie politische und soziale. Diese drei Punkte müssen genauso entschlossen bekämpft werden wie der Antisemitismus und die Islamfeindlichkeit, wenn man die Probleme lösen will, die leider von großer Aktualität sind.”
Mamberti betonte, dass jedem Menschen das Recht zustehe, seinen eigenen Glauben zu haben und für diesen auch nach außen hin offensiv einzutreten. Die Freiheit des Glaubens sei für alle Menschen von fundamentaler Bedeutung:
„Durch den Respekt vor der Religionsfreiheit können sich auch alle anderen Rechte des Menschen entwickeln. Denn die Religionsfreiheit ist nicht nur eines von vielen Grundrechten, sondern sie ist das wichtigste dieser Rechte. Das wichtigste, weil alle anderen Rechte auf eine einzigartige Weise mit diesem verbunden sind: Wir können beobachten, dass die Menschenrechte sich dort entwickeln, wo die Religionsfreiheit blüht. Wenn diese aber in Gefahr ist, geraten auch alle anderen Rechte ins Wanken.” (rv)

Aus evangelikal-missionarischer Sicht berichtet und dokumentiert regelmäßig der Open Doors Weltverfolgungsindex WVI.

Meine Quellen sind vor allem die weltweiten Nachrichten von Radio Vatikan. Die Herkunft wird bei jeder einzelnen Meldung angegeben.


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